Planmäßiger Abstau des Forggensees hat begonnen

16.11.2018. Letzte Woche hat der planmäßige Abstau des Forggensees begonnen. Als sogenannter Kopfspeicher übernimmt der Forggensee seit 1955 wichtige Funktionen für Hochwasserschutz, Niedrigwasser-Aufbesserung und Stromerzeugung. Für diese Funktionen ist die Absenkung des Forggensees im Winterhalbjahr unerlässlich.

Um im Frühjahr und Frühsommer hohe Zuflüsse von Schmelzwasser aufnehmen und damit Hochwässer nutzbar und schadlos einspeichern zu können, wird der See regelmäßig im Winter um 10 bis 15 m abgesenkt. Der Forggensee stellt dann einen wichtigen Hochwasserrückhalteraum dar.

Hochwasserereignisse, die häufig im Frühjahr durch Schneeschmelze und starke Niederschläge entstehen, werden so seit seiner Errichtung für alle Anrainer am Lech und bis zur Donau hin abgemildert.

Im Zuge der Winter-Absenkung kann der Forggensee außerdem in den trockenen Wintermonaten mehr Wasser abgeben, als ihm zufließt und verbessert damit die Wasserführung in Lech und Donau.

Der über den Forggensee geregelte Abfluss leistet zudem einen Beitrag für die bedarfsgerechte Stromerzeugung in den 23 Wasserkraftwerken der Uniper am Lech und weiteren Lech- und Donau-Kraftwerken.

Der Wiederaufstau des Forggensees beginnt in der Regel im April. Ziel ist es, den Vollstau bis zum 1. Juni zu erreichen, damit der Forggensee 2019 wieder wie gewohnt zur touristischen Nutzung zur Verfügung stehen kann.

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