Lindauer Kreistag verabschiedet einstimmig den Haushalt 2019

15.3.2019 Lindau (Bodensee). Die Mitglieder des Kreistags haben einstimmig den Haushalt des Landkreises für das Jahr 2019 verabschiedet. Zuvor hatte der Kreisausschuss empfohlen, den Hebesatz für die Kreisumlage um einen halben Prozentpunkt auf 42,5 % zu senken.

Aufgrund weiterer Einsparungen im Personalhaushalt hatte Landrat Elmar Stegmann dem Kreistag nun vorgeschlagen, beim Hebesatz einen ganzen Prozentpunkt nach unten zu gehen, um auch den Städten, Märkten und Gemeinden im Landkreis mehr Handlungsspielraum zu geben.

„Trotzdem können wir bei einem Haushaltsvolumen von fast 90 Millionen Euro neben unseren Pflichtaufgaben auch wichtige politische Weichenstellungen setzen für eine positive Entwicklung in unserer Heimat und für unsere Bürgerinnen und Bürger,“ so Stegmann. Schwerpunkte der Landkreispolitik in den kommenden Jahren werden neben der Pflege, dem öffentlichen Personennahverkehr sowie der Digitalisierung an den Schulen und in der Landkreisverwaltung die Themen Bildung und Soziales sein.

Allein in den Bereich der „Sozialen Sicherung“ fließen 2019 – unter Einrechnung der Bezirksumlage – rund 48 Millionen Euro, rund 16 Millionen Euro in die Bildung. Größtes Projekt in den kommenden Jahren wird die Erneuerung des Beruflichen Schulzentrums in Lindau sein sowie die Verlegung der Antonio-Huber-Schule in Lindenberg.

„Wir werden dann ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nettoneuverschuldung und Kreisumlagehebesatz finden müssen,“ appelliert Landrat Elmar Stegmann, der an dem vor Jahren eingeschlagenen Weg des Sparens und Investierens festhalten möchte. Seit 2008 hat der Landkreis seine Verschuldung um 29 Millionen Euro abgebaut und der Kurs soll so weitergehen auch aus Rücksicht auf nachfolgende Generationen.

Hier noch die wichtigsten Daten des Haushaltsentwurfs 2019:

Verwaltungshaushalt rund 80,90 Mio. € (+ 2,9 Mio. €)
Vermögenshaushalt rund 7,47 Mio. € (- 0,6 Mio. €)
Gesamtvolumen rund 88,37 Mio. € (+ 2,3 Mio. €)

Umlagekraft (+14,4 %): ca. 99,27 Mio. € (+ 12,48 Mio. €)
(Umlagekraft Bayern: + 7,0 %, Schwaben: + 8,6 %)

Kreisumlage (42,00 %): 41,69 Mio. € (+ 4,372Mio. €)
(Durchschnitts-Hebesatz 2018 Bayern: 45,75 %, Schwaben: 47 %)

Bezirksumlage rund 22.237.000 Euro (+ 2.795.000 Euro, Hebesatz 22,40 v.H., wie 2018)

Schlüsselzuweisungen 12,14 Mio. € (- 0,203 Mio. €)

Zuführung Vermögenshaushalt: ca. 4,82 Mio. € (Vorjahr: 5,69)

Schuldentilgung ca. 1,64 Mio. €

Schuldenstand Ende 2019: ca. 11,05 Mio. € (136 €/Einw.; Bayern 2017: 197 €, Schwaben: 152 €)

Schuldzinsen 2019: ca. 0,199 Mio. € (2008: 1,52 Mio. €)

Rücklagenentnahme: ca. 0,21 Mio. €, damit Rücklagenstand Ende 2019 ca. 3,2. € – Mindestrücklage ca. 0,75 Mio. €

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