Kita- und Schulöffnungen: Stadt Wangen will selber Tests anbieten

18.2.2021 Wangen im Allgäu. Mit der geplanten Öffnung der Kindergärten und dem Präsenzunterricht an den Schulen wird die Stadt Wangen Schnelltests in den Einrichtungen und Schulen ermöglichen.

Diese Tests können dann von allen Erzieherinnen, dem Lehrpersonal, sämtlichen Beschäftigten in den Einrichtungen sowie die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen jeweils vor Ort einmal in der Woche kostenlos gemacht werden. Die Details müssen noch abgestimmt werden.

„Wir wollen, dass die Leute möglichst wenige zusätzliche Wege haben, sondern auch beim Testen dorthin gehen, wo sie ohnehin hingehen“, sagt OB Lang. Ein Testzentrum birgt seiner Ansicht nach die Gefahr, dass sich dort zu viele Menschen treffen und eventuell auch infizieren.

Genutzt werden sollen Schnelltests der Firma Abbott. Es handelt sich um Panbio Covid 19 Antigen-Schnelltests (nasal). Diese Tests sind derzeit noch im Genehmigungsverfahren, mit dessen Abschluss jedoch zügig gerechnet wird. Sie zeichnen sich durch eine vergleichsweise einfache Handhabung aus, denn sie müssen nur wenige Zentimeter in die Nase eingeführt werden – ein bisschen wie beim Nasebohren.

Ergänzung zur Teststrategie des Landes

Dieser Schnelltest wird als besonders patientenfreundlich beschrieben, da er Würgereflexe, Husten oder Niesen zu minimieren scheint.

Die Stadt möchte damit das Engagement des Landes Baden-Württemberg ergänzen. Denn für zwei weitere Tests in der Woche bittet das Land Baden-Württemberg das in Kitas und Schulen eingesetzte Personal, die Apotheken oder Arztpraxen aufzusuchen.

„Wir wollen zusätzlich zu dem Angebot des Landes etwas ermöglichen, was die Öffnungen der Kindergärten und Schulen sicherer macht“, begründet Oberbürgermeister Michael Lang die eigene Initiative.

Testung zunächst bis Ostern vorgesehen

3000 solcher Tests sind jetzt von der Stadt bestellt worden. Sie sollen den Bedarf bis Ostern decken. Möglich wurde dies über den Kontakt im Städtetag.

Neben Wangen haben sich noch weitere Städte im Land zur Nutzung dieser Testmethode entschieden, für die auch die Tübinger Notärztin Dr. Lisa Federle wirbt. Sie gilt seit Beginn der Pandemie als Verfechterin häufiger Testungen und macht sich auf vielen Ebenen dafür stark.

Fakten zum Test

Zu Beginn wird das Extraktionsröhrchen bis zur angegebenen Fülllinie mit der beiliegenden Pufferlösung gefüllt.

Zur Probeentnahme wird empfohlen, den Kopf des Patienten nach hinten zu neigen und den beigefügten Tupfer etwa zwei Zentimeter weit in das Nasenloch zu führen und fünfmal sanft gegen die Nasenwand zu drehen. Dieser Vorgang muss auch im zweiten Nasenloch mit demselben Tupfer wiederholt werden.

Anschließend den Tupfer in das Extraktionsröhrchen mit Pufferlösung geben und das Röhrchen mehrfach mit den Fingern zusammendrücken. Den Stiel des Tupfers abbrechen und das Röhrchen verschließen.

Im nächsten Schritt die untere Kappe am Röhrchen öffnen und fünf Tropfen der extrahierten Lösung in die dafür vorgesehene Probenvertiefung der Testkassette geben. Nach 15 Minuten kann das Testergebnis abgelesen werden.

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