Kaufbeuren trauert um Altoberbürgermeister Rudolf Krause

29.6.2021 Kaufbeuren. Im Alter von 90 Jahren verstarb der langjährige Kaufbeurer Oberbürgermeister am 25. Juni 2021 im Kreise seiner Familie.

Am Freitag, 2. Juli, von 16 Uhr bis 20 Uhr können alle Bürgerinnen und Bürger in der Kirche Sankt Martin am Sarg Abschied nehmen und dem Toten die letzte Ehre erweisen.

Am Samstag findet um 9 Uhr ebenfalls in der Kirche St. Martin ein Trauergottesdienst statt. Aufgrund der Bestimmungen zum Infektionsschutz werden neben der Familie und Ehrengästen nur sehr wenige Plätze für die Bevölkerung vorhanden sein. Menschen, die in besonderer Weise mit Rudolf Krause verbunden waren, können bis 2.7.2021, 10:00 Uhr, unter Telefon 08341 437-190 einen Platz in der Kirche reservieren.

Die Bestattung wird anschließend ausschließlich im Kreise der engsten Familie stattfinden.

Oberbürgermeister Stefan Bosse zeigt sich sehr bewegt über den Tod seines Vorvorgängers: „Ich möchte im Namen der Bürgerinnen und Bürger von Kaufbeuren der Familie von Rudolf Krause unser tief empfundenes Beileid aussprechen. Es ist schwer zu begreifen, wenn ein so hochgeschätzter und immer präsenter Mensch nicht mehr lebt. Wir werden Rudolf Krause nicht vergessen und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.“

Rudolf Krause wurde am 11. Februar 1931 in Löwenberg in Niederschlesien geboren. Seine Familie floh noch während des Krieges aus der schlesischen Heimat. Als Geflüchteter lebte er zunächst in Ottobeuren. Dort lernte er auch seine spätere Ehefrau Irene kennen, mit der er seit über 60 Jahren verheiratet war. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.

Rudolf Krause war über 22 Jahre Oberbürgermeister der Stadt Kaufbeuren. Der Kaufbeurer Stadtrat würdigte ihn mit der Verleihung des Ehrentitels Altoberbürgermeister und der Verleihung des Ehrenrings der Stadt Kaufbeuren.

Er war außerdem Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber, des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und des Bayerischen Verdienstordens.

Seine großen Verdienste und sein langes, engagiertes Wirken sind noch heute an vielen Stellen in Kaufbeuren zu spüren. Vieles wird mit dem Namen Rudolf Krause verbunden bleiben. In seiner Tätigkeit als Oberbürgermeister setzte er sich entscheidend dafür ein, dass Kaufbeuren bei der Gebietsreform 1972 die Kreisfreiheit erhielt. Er trug maßgeblich zur Schaffung der Fußgängerzone, dem Bau des Gablonzer Hauses, des Klärwerks sowie bei der Errichtung der beiden Jugendzentren bei.

Als Zeichen des stillen Gedenkens wurde an den städtischen Gebäuden für die gesamte Woche Trauerbeflaggung angebracht.

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