Höhere Ausgaben für die Jugendhilfe Unterallgäu in 2015

26.11.2014 Landkreis Unterallgäu. Höhere Ausgaben für den Bereich Jugendhilfe müssen in den Haushaltsentwurf 2015 des Landkreises Unterallgäu eingeplant werden. Einige der Ausgaben werden aber in den nächsten Jahren zurückerstattet. Darüber informierte Jugendamtsleiter Otto Gaschler den Jugendhilfeausschuss.

Insgesamt liegen im Bereich Jugendhilfe die Einnahmen nächstes Jahr voraussichtlich bei 1,8 Millionen Euro, die Ausgaben bei 7,7 Millionen Euro; im Jahr 2014 lagen die Einnahmeansätze bei 1,6 Millionen Euro, die Ausgaben bei 6,1 Millionen Euro.

„Tarifliche Erhöhungen schlagen sich bei den aus Jugendhilfemitteln zu übernehmenden Personalkosten nieder, beispielsweise bei der Psychologischen Beratungsstelle, der Jugendarbeit an Schulen oder der Sozialpädagogischen Familienhilfe“, erklärte Gaschler. Deutlich steigen die Ausgaben für die Heimerziehung, für die Eingliederungshilfe und für die Hilfe für junge Volljährige. Grund hierfür sind jeweils gestiegene Fallzahlen.

So belaufen sich die geplanten Ausgaben im Bereich der Heimerziehung beispielsweise auf 1,6 Millionen Euro, wovon 590.000 Euro für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu Buche schlagen. Die Zahl dieser jungen Menschen, die häufig aufgrund traumatischer Erlebnisse therapeutische Hilfe benötigen, wird laut Gaschler weiter steigen. Gaschler erklärte: „Diese Kosten bekommen wir zurückerstattet – allerdings erst später.“

Insgesamt handele es sich bei all diesen Bereichen um Ansätze, bei denen eine Haushaltssteuerung kaum möglich sei, so Landrat Hans-Joachim Weirather. Die sozialen Leistungen seine gesetzlich garantiert.

Weitere große Ausgaben im Bereich Jugendhilfe sind:

394.000 Euro für den Kreisjugendring
350.000 Euro für Jugendsozialarbeit an Schulen
316.000 Euro für die psychologischen Beratungsstellen in Mindelheim und Memmingen
654.000 Euro für die sozialpädagogische Familienhilfe
395.000 Euro für die Vollzeitpflege.

Der Jugendhilfeausschuss empfahl dem Kreistag einstimmig, die Ansätze in den Haushaltsentwurf für 2015 aufzunehmen.

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