Digitalfunk: Startschuss für Einführung gefallen

28.10.2014 Landkreis Unterallgäu. Im Dezember 2015 wird der digitale Behördenfunk im Teilnetzabschnitt Schwaben Süd (TNA 35) und damit für den Rettungsdienstbereich (RDB) Donau-Iller in den erweiterten Probebetrieb (ePB) gehen.

Nach aktuellem Planungsstand soll der Wirkbetrieb Ende 2016 gegeben sein. Der Netzaufbau im RDB Donau-Iller ist bereits im vollen Gange. Bei 25 von 28 Sendestandorten ist der Bau beendet und die notwendige Systemtechnik wurde installiert.

Dem RDB Donau-Iller gehören die Landkreise Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu sowie die kreisfreie Stadt Memmingen an. Neben diesem Rettungsdienstbereich umfasst der TNA 35 auch den Rettungsdienstbereich Allgäu, der die Einführung des Digitalfunks in eigener Verantwortung durchführen wird. Bei der Auftaktveranstaltung am 22. Oktober 2014 in Neu-Ulm wurden die örtlichen Vertreter der für den Katastrophenschutz zuständigen Kreisverwaltungsbehörden, der Feuerwehren sowie aller Hilfs- und Rettungsdienstorganisationen in die Konzepte der Migration vom bestehenden Analogfunk zum Digitalfunk eingeführt.

Der digitale Behördenfunk steht, neben der Polizei, auch allen nichtpolizeilichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zur Verfügung. Der Aufbau und die Einführung des BOS-Digitalfunks werden von der Projektgruppe DigiNet des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren, für Bau und Verkehr gesteuert. Diese Projektgruppe gibt Rahmenkonzepte und Rahmenterminpläne vor, die von regionalen Arbeitsgruppen für ihren Bereich detailliert und angepasst werden.

In diesen Arbeitsgruppen werden konkrete Pläne zum taktischen Betrieb (Einsatztaktik), zum technischen Betrieb (Programmieren und Konfigurieren der Funkgeräte), zur Beschaffung und zum Einbau der Funkgeräte, zur Anpassung der Integrierten Leitstelle (ILS),zur Schulung der Anwender sowie zum Test des Digitalfunks unter Einsatzbedingungen für den RDB Donau-Iller erarbeitet.

Die realitätsnahen Tests im erweiterten Probebetrieb werden gemeinsam von Polizei und den teilnehmenden nichtpolizeilichen Behörden und Organisationen durchgeführt. Dies soll durch enge Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern gewährleistet werden. Die nächsten Schritte werden ab jetzt zeitnah in den einzelnen Arbeitsgruppen geplant und bis zum Beginn des erweiterten Probebetriebs umgesetzt.

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