18.4.2022 – Attacken unter Nachtschwärmern in Steyr und Marchtrenk

18.4.2022 Oberösterreich. Eine Zeugin rief am 18. April 2022, um 3:49 Uhr, via Notruf bei der Polizei an, dass sich in Steyr in der Gaswerkgasse vor einem Lokal ein Mann und eine Frau gegenseitig schlagen würden. Diesbezüglich erfolgten weitere Anrufe, da sich die Auseinandersetzung vor das Museum Arbeitswelt verlagert hatte.

Dort trafen die Polizisten auf die Frau, eine 25-Jährige aus dem Bezirk Steyr-Land. Diese wollte zunächst keine Angaben zum Vorfall machen und gab später an, von ihrem Freund geschlagen worden zu sein. Sie sei nicht verletzt oder gefährlich bedroht worden und kontaktierte den Verdächtigen, einen 33-Jährigen aus Steyr, mit welchem in weiterer Folge am Stadtplatz der Sachverhalt zu klären versucht wurde.

Der 33-Jährige gab an, dass er im Vorfeld von seiner 25-jährigen Freundin attackiert wurde, dabei aber nicht verletzt oder gefährlich bedroht wurde.

Aufgrund der gegenseitigen Attacken wurde beiden Personen ein Betretungsverbot, Annäherungsverbot und vorläufiges Waffenverbot für die jeweiligen Wohnadressen ausgesprochen. Da der 33-Jährige in legalem Besitz einer Faustfeuerwaffe war, wurde ihm diese und das waffenrechtliche Dokument abgenommen und sichergestellt.

Am 18. April 2022 gegen 1:45 Uhr kam es auf dem Parkplatz vor einem Lokal in Marchtrenk zu einem tätlichen Angriff. Dabei dürfte ein 17-Jähriger aus dem Bezirk Kirchdorf einen 19-Jährigen aus Wels ohne Vorwarnung mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, wodurch dieser zu Boden ging. Daraufhin habe der 17-Jährige weiter auf den am Boden liegenden Welser eingetreten und diesem Verletzungen unbestimmten Grades zugefügt.

Als der Sicherheitsdienst des Lokals die Auseinandersetzung mitbekam, ergriff der Täter in einem Pkw die Flucht.
Opfer und Täter sind einander bekannt. Gegen den Verdächtigen wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot für die Wohnung des Opfers ausgesprochen. Es folgt Anzeige an die Staatsanwaltschaft Steyr.

Das Opfer wurde von der Rettung erstversorgt, verweigerte jedoch den Transport ins Krankenhaus.

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